Quelle: autohaus-online.de; 6.4.2009
An einem Einstieg beim massiv bedrohten schwedischen Autobauer Saab sind 20 potenzielle Investoren interessiert. Das teilte Insolvenzverwalter Luy Lofalk am Montag bei einer Gläubigerversammlung in Vänersborg mit. Er hoffe auf den Abschluss des Verkaufsprozesses im Juni, sagte er über den noch zum US-Autobauer General Motors (GM) gehörenden Konzern mit knapp 4.000 Beschäftigten. GM selbst ist ebenfalls vom Konkurs bedroht.
Lofalk unterstrich, Saab zu einem selbstständigen Unternehmen umwandeln zu wollen, das von 2011 an bei einer Jahresproduktion von 150.000 Autos mit Gewinn operieren könne. Zur Entwicklung neuer Modelle und für die weitere Produktion im Stammwerk Trollhättan benötigt Saab nach Angaben des Insolvenzverwalters eine Milliarde Dollar (740 Millionen Euro). Davon sollen 600 Millionen Dollar als Kredit von der Europäischen Investitionsbank (EIB) kommen und 400 Millionen Dollar von GM gestellt werden.
Schwedens Regierung hatte Bitten von Saab um Kreditgarantien mit der Begründung abgewiesen, es sei noch kein privater Investor mit glaubwürdigen Zukunftsplänen aufgetreten (wir berichteten). Eine Verstaatlichung oder Teilverstaatlichung lehnt Stockholm ebenfalls ab. Nach inoffiziellen Angaben verfügt Saab nur noch bis Ende des Monats über Mittel zur Finanzierung der Produktion. Die Gesamtschulden der Schweden belaufen sich auf 10,6 Milliarden Kronen (rund eine Milliarde Euro). Hauptgläubiger ist dabei GM mit 9,7 Milliarden Kronen. (dpa)
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