2009-02-24

Saab-Rettungsaktion aus Dresden ist in Schweden der Hit

Die Initiative "Rescue Saab e.V.", vom mobilforum Dresden vergangenen Freitag gegründet, kann sich einer immer größer werdenden Community erfreuen.

Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise steht der Niedergang der Traditionsmarke Saab bevor.

Doch ein Verein aus Dresden, "Rescue Saab e.V." will mit viralem Marketing und den Möglichkeiten des Web 2.0 eine Community mobilisieren und so die Marke Saab retten.

Kurz nach der Nachricht von der Insolvenz des Unternehmens Saab wurde die Initiative "Rescue Saab" ins Leben gerufen. Der autorisierte Saab-Händler mobilforum Dresden mit den beiden Geschäftsführern Kaboth und Hesse gründete über Nacht den Verein.

Mit den befreundeten Agenturen und Saab-Fahrern xport communications GmbH und m.a.p. GmbH wurde in nur 24h eine professionelle Website kreiert. Sukzessive flossen Web 2.0-Applikationen sowie Sprachadaptionen ein.

Auf dieser Seite wird die Community gebündelt und ihr ein Sprachrohr gegeben.

Die mediale Aufmerksamkeit bezüglich Saab-Insolvenz wurde für den Push der Website genutzt. Schnelligkeit war die Mutter des Erfolgs.

Und der kann sich nach nur 3 Tagen sehen lassen:
Über 7.000 Registierungen und 50.000 Visits weltweit kann die Website www.rescue-saab.com verzeichnen. Interessant dabei ist, dass darunter 360 schwedische Saab-Mitarbeiter, 513 Saab-Clubs, 208 Saab-Händler und über 4.000 Saab-Fahrer sind.

Die meisten Klicks kommen aus Schweden, danach Deutschland, dann die USA.

Vor allem schwedische Journalisten fragen ungläubig bei Thomas Fritsche, Marketingleiter, nach, warum denn gerade ein deutscher Verein eine schwedische Marke retten will. Eine Journalistin vom schwedischen Wirtschaftsmagazin DI.se meinte "Saab is the swedish soul."

Mit diesen Informationen, mit der Erläuterung der Grundidee und dem bisherigen Erfolg im Web ist der Verein "Rescue Saab e.V.", heute, Dienstag, an die schwedische Abgeordnete, Vize-Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Maud Olofsson, herangetreten.

Ein Zeichen soll gesetzt werden. Einem interessierten Investor soll das Potenzial der Saab-Community und ihre Loyalität gegenüber der Marke verdeutlicht werden. Denn Saab-Fahrer sagen von sich, keine Verbraucher, Konsumenten oder Fahrzeughalter zu sein. Bei Saab-Fahrern redet man von Liebhabern, Enthusiasten und Individualisten. Von Visionären und Machern.

Prominente Saab-Fahrer wie Stefan Raab, Bastian Pastewka, aber auch Bill Gates, Stephen King und Jay Leno werden zwecks Unterstützung der Aktion angeschrieben. "Mit deren Zusage, mit deren Namen schaffen wir es und Saab wird überleben!", geben sich Kaboth und Hesse optimistisch.

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