2009-03-05

Interview mit Saab-Chef Jonsson

Quelle: FAZ

FRANKFURT (Dow Jones)--Der insolvente schwedische Automobilbauer Saab setzt trotz bislang gegenteiliger Signale auf Staatshilfen. Die Tochter des finanziell angeschlagenen US-Konzern General Motors benötige zum Überleben zunächst eine halbe Milliarde Euro, sagte der Saab-Vorstandsvorsitzende Jan Ake Jonsson im Interview mit der "Autogazette" am Donnerstag. Die schwedische Regierung hatte Staatshilfen für Saab bislang abgelehnt.

"Derzeit befinden wir uns in intensiven Gesprächen mit unserer Regierung, wie auch Saab einen Teil des 28 Milliarden Kronen-Hilfsprogramms des Staates bekommen kann", sagte Jonsson in dem Interview. Die Signale seitens der Regierung seien "sehr, sehr positiv. Uns wurde zugesichert, dass die Regierung Gespräche mit der Europäischen Investitionsbank führen will, sodass wir bei der Kreditvergabe eine höhere Priorität bekommen".

Saab benötige jedoch einen Partner. Derzeit befindet sich der Konzern in Gesprächen mit fünf bis sechs Interessenten, sagte Jonsson, ohne Namen zu nennen. Bei den Interessenten handele es sich sowohl um Autohersteller als auch Finanzinvestoren.

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